Europa Universalis V

Europa Universalis V: Das ultimative Grand-Strategy-Epos im Test

Globalstrategie Management Simulation Strategie

Die Welt der Globalstrategie hat einen neuen König. Nach über einem Jahrzehnt im Schatten seines Vorgängers ist Europa Universalis V (ehemals bekannt unter dem Codenamen Project Caesar) endlich erschienen. Paradox Tinto hat das Unmögliche gewagt: Die Tiefe der Simulation massiv zu erhöhen, ohne den Spielspaß unter Tabellenkalkulationen zu begraben.

In diesem Artikel erfährst du alles über die packende Story des Spiels, die bahnbrechenden neuen Features und wir beantworten die brennendsten Fragen in unserem FAQ.


Die Geschichte von EU5: Eine Welt im Wandel (1337–1836)

Anders als sein Vorgänger beginnt Europa Universalis V im Jahr 1337. Es ist eine Ära des Umbruchs. Während du die Kontrolle über eine Nation deiner Wahl übernimmst, startest du in einer Welt, die kurz vor der Katastrophe steht: Der Schwarze Tod bereitet sich darauf vor, Europa zu entvölkern, und der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich beginnt gerade erst.

Stell dir vor, du bist der Herrscher eines kleinen Herzogtums im Heiligen Römischen Reich. Deine Aufgabe ist es nicht nur, Landkarten einzufärben. Du musst das Überleben deines Volkes sichern, während Hungersnöte, religiöse Unruhen und der Aufstieg des Bürgertums die alten feudalen Strukturen erschüttern. Von den ersten Schritten in der Renaissance bis hin zum Knallen der Kanonen in den Napoleonischen Kriegen – Europa Universalis V ist keine bloße Geschichtsstunde, sondern ein lebendiger Sandkasten, in dem du die Fäden ziehst.


Paradox hat das Fundament der Serie komplett kernsaniert. Hier sind die wichtigsten Neuerungen:

1. Das Pop-System (Bevölkerungssimulation)

Das abstrakte „Development“-System aus EU4 ist Geschichte. In EU5 ist deine Bevölkerung in Pops (Populationen) unterteilt. Jede Provinz hat echte Einwohner mit Kultur, Religion und sozialer Klasse (Adel, Klerus, Bürger, Bauern, Sklaven).

  • Warum das wichtig ist: Wenn eine Seuche wütet oder ein Krieg zu lange dauert, sterben deine Steuerzahler und Soldaten tatsächlich. Migration und Assimilation passieren dynamisch und machen die Welt so lebendig wie nie zuvor.

2. Kein „Mana“ mehr

Die umstrittenen Monarchenpunkte gehören der Vergangenheit an. Aktionen kosten nun Zeit, Geld oder hängen direkt von der Kompetenz deines Kabinetts und deiner Infrastruktur ab. Dies führt zu einem organischeren Wachstum deines Reiches.

3. Kontrolle und Distanz

Ein riesiges Weltreich zu führen, ist nun eine echte Herausforderung. Je weiter eine Provinz von deiner Hauptstadt entfernt ist, desto geringer ist deine Kontrolle. Ohne Straßen, Häfen und eine starke Bürokratie versickern Steuern in den Taschen lokaler Adliger.

4. Dynamische Märkte und Handel

Das Handelssystem wurde von Grund auf neu entwickelt. Waren fließen nicht mehr nur in eine Richtung. Es gibt lokale Märkte, Angebot und Nachfrage sowie echte Ressourcenketten. Wer den Zugang zu Eisen oder Gewürzen kontrolliert, kontrolliert die Weltpolitik.

5. Automatisierung für Einsteiger

Die Komplexität ist enorm, aber EU5 hilft dir. Viele Mikromanagement-Aufgaben (wie das Bauen von Gebäuden oder das Verwalten von Händlern) können an eine kompetente KI delegiert werden, sodass du dich auf die großen strategischen Entscheidungen konzentrieren kannst.


MerkmalDetails
PlattformPC (Windows, Steam)
EntwicklerParadox Tinto
Release4. November 2025
EngineClausewitz Engine (neueste Generation)

Wann ist das Europa Universalis V Release-Datum? Das Spiel wurde offiziell am 4. November 2025 für den PC veröffentlicht.

Gibt es Europa Universalis 5 für PS5 oder Xbox? Aktuell ist das Spiel nur für PC (Windows) verfügbar. Eine Konsolenversion wurde von Paradox bisher nicht offiziell bestätigt, ist aber aufgrund der komplexen Steuerung vorerst unwahrscheinlich.

Ist EU5 schwerer als EU4? In Sachen Tiefe: Ja. Aber dank des neuen Onboarding-Systems und der verbesserten Tutorials finden sich auch Neueinsteiger schneller zurecht. Die Automatisierungs-Optionen nehmen zudem viel Ballast von den Schultern der Spieler.

Welche DLCs sind für 2026 geplant? Paradox hat bereits eine Roadmap veröffentlicht. Erwartet werden Immersions-Packs wie Fate of the Phoenix (Q2 2026) und The Auld Alliance (Q4 2026), die spezifische Regionen wie Byzanz oder den Konflikt zwischen England und Frankreich vertiefen.


Fazit: Lohnt sich der Umstieg?

Europa Universalis V ist mehr als nur ein grafisches Update. Es ist eine tiefgreifende Simulation, die Geschichte greifbar macht. Wer Grand Strategy liebt, kommt an diesem Meisterwerk nicht vorbei. Ob du ein Weltreich errichtest oder als OPM (One Province Minor) ums Überleben kämpfst – jede Entscheidung zählt.

Tipp für Starter: Beginne deine erste Kampagne mit einer stabilen Nation wie Portugal oder Frankreich, um die neuen Mechaniken der Kontrolle und des Handels in Ruhe kennenzulernen.


1. Portugal: Der Meister der Meere

Portugal ist auch in EU5 der Klassiker für Einsteiger.

  • Warum: Du startest in einer relativ sicheren geografischen Lage. Das Bündnis mit England (die Auld Alliance ist hier noch jung) gibt dir Rückendeckung.
  • Lerneffekt: Hier lernst du perfekt, wie das neue Handelssystem und die Seefahrt funktionieren. Da Portugal früh Zugang zu Entdeckern hat, kannst du die neue Kolonisationsmechanik ausprobieren, während der Rest Europas sich im Hundertjährigen Krieg zerfleischt.
  • Herausforderung: Behalte deine Kontrolle in den Überseegebieten im Auge – in EU5 reicht es nicht mehr, nur eine Flagge aufzustellen; du musst die Verwaltung (Bürokratie) dort auch aufrechterhalten.

2. Frankreich (als Lehnsherr): Das Management-Wunder

Frankreich startet 1337 in einer faszinierenden, aber komplexen Lage.

  • Warum: Du bist eine Großmacht, aber dein Land ist zersplittert in viele Vasallen. Das ist ideal, um das neue Vassallensystem und die Diplomatie zu verstehen.
  • Lerneffekt: Du lernst, wie man ein großes Reich zentralisiert. Da Frankreich über extrem fruchtbares Land verfügt, siehst du hier das Pop-System in voller Pracht: Deine Bauern produzieren massenhaft Nahrung, was dein Bevölkerungswachstum ankurbelt.
  • Herausforderung: Der Hundertjährige Krieg gegen England beginnt fast sofort. Du musst lernen, deine Armee effizient zu versorgen (Logistik ist in EU5 entscheidend!).

3. Venedig: Das Wirtschaftsimperium

Wenn du keine Lust auf riesige Landarmeen hast, ist die Serene Republic dein Ziel.

  • Warum: Venedig kontrolliert einen der wichtigsten Märkte im Spiel. Du startest mit viel Gold und einer technologisch fortschrittlichen Bevölkerung.
  • Lerneffekt: Perfekt, um die Marktmechaniken zu verstehen. Du musst Rohstoffe importieren und Fertigwaren exportieren. Zudem lernst du, wie man mit Söldnern und einer starken Flotte Macht ausübt, ohne eine riesige eigene Bauernarmee auszuheben.
  • Herausforderung: Das Management der Stände (Adel vs. Händler). In einer Republik wie Venedig haben die Fraktionen sehr eigene Vorstellungen von deiner Politik.

Pro-Tipp für den Start: Das „Kontroll“-Dashboard

In EU5 ist die Kontrolle (Control) dein wichtigster Wert. Wenn du eine dieser Nationen spielst, klicke regelmäßig auf die Kartenansicht für Kontrolle:

  • Grün: Volle Steuereinnahmen und Rekruten.
  • Rot: Die lokalen Adligen stecken sich das Geld selbst ein.
  • Lösung: Baue Straßen und investiere in lokale Verwaltungsgebäude (Bailiffs/Vögte), um die Kontrolle von der Hauptstadt aus zu erhöhen.

Hier ist dein Schlachtplan:

Jahr 1: Die Bestandsaufnahme (Der „Kontroll“-Check)

Dein Spiel startet am 1. Januar 1337. Pause drücken!

  • Wirtschaft & Steuern: Überprüfe deine Kontrolle in den Provinzen südlich von Lissabon (Algarve). Da die Distanz zur Hauptstadt in EU5 die Effizienz bestimmt, ist deine Kontrolle dort oft nicht bei 100%.
  • Aktion: Ernenne einen Bailiff (Vogt) in Faro, um die Steuereinnahmen direkt zu erhöhen.
  • Diplomatie: Sichere dein Bündnis mit England (die „Windsor-Verbindung“). Es schützt dich vor Kastilien, falls diese expansiv werden.

Jahre 2–4: Brot und Spiele (Das Pop-System)

In EU5 hängen deine Einnahmen von der Zufriedenheit deiner Pops ab.

  • Nahrungsmittelproduktion: Portugal hat guten Zugang zu Fisch und Getreide. Investiere dein Startkapital in Fischereien an der Küste. Warum? Mehr Nahrung = schnelleres Bevölkerungswachstum (Pops). Mehr Pops = mehr Steuern in 10 Jahren.
  • Stände-Management: Rufe die Cortes (Ständeversammlung) ein. Versuche, den Händlern Privilegien zu geben, die die Handelseffizienz steigern, aber achte darauf, den Adel nicht zu sehr zu verärgern – du brauchst ihre Ritter für den Notfall.

Jahre 5–7: Den Markt dominieren

Du gehörst zum Markt von Westeuropa.

  • Handelsrouten: Nutze deine Schiffe, um eine Handelsroute für Salz und Wein zu etablieren. Portugal hat hier einen Produktionsvorteil.
  • Technologie (Innovation): Konzentriere dich im Forschungsbaum auf „Maritime Infrastruktur“. Das schaltet verbesserte Docks frei, die deine Reichweite für den nächsten Schritt erhöhen.

Jahre 8–10: Vorbereitung auf die Expansion

In EU5 kannst du nicht sofort nach Amerika segeln (es ist erst 1345!).

  • Aufklärung: Sende deine Flotte aus, um die Küste von Marokko und die Atlantikinseln (Madeira/Azoren) zu kartografieren.
  • Militär: Halte eine kleine, aber professionelle Truppe bereit. In EU5 kosten Armeen im Unterhalt nun auch Nahrung. Sorge dafür, dass deine Lagerhäuser in Lissabon voll sind, bevor du Truppen aushebst.

Wichtige Mechanik-Checkliste für Anfänger

MechanikWas du tun musst
LogistikBaue ein Depot in Grenznähe, bevor du Truppen bewegst. Ohne Nachschub sterben deine Soldaten durch Zermürbung, bevor der Kampf beginnt.
InfrastrukturBaue Straßen! In EU5 beschleunigen Straßen nicht nur Armeen, sondern erhöhen auch deine staatliche Kontrolle in fernen Provinzen.
PopsWenn du eine Provinz eroberst, achte auf die Religion. Konvertiere sie langsam, sonst sinkt die Zufriedenheit und deine Steuereinnahmen brechen ein.

Der Sprung über die Straße von Gibraltar ist verlockend, aber gefährlich. Hier ist der strategische Ablauf:

1. Die Vorbereitung: „Bread and Boats“

Bevor du einen einzigen Soldaten einschiffst, musst du zwei Dinge prüfen:

  • Nahrungsvorräte: Deine Armee verbraucht im feindlichen, trockenen Nordafrika massiv Vorräte. Baue in der Provinz Algarve (Südportugal) ein Logistik-Depot. Dieses dient als Sprungbrett für den Nachschub über das Meer.
  • Die Flotte: Du brauchst die Seeherrschaft. Marokko hat oft eine starke Galeeren-Flotte. Stelle sicher, dass deine Karacken (Großschiffe) einsatzbereit sind, um die Überfahrt deiner Truppen zu schützen.

2. Die Invasion: Der „Brückenkopf“-Effekt

In EU5 ist die Landung an einer feindlichen Küste riskant.

  • Belagerung von Ceuta: Wähle ein Ziel mit einem Hafen. Sobald du den Hafen besetzt, fließt dein Nachschub aus Lissabon direkt in die Armee vor Ort. Ohne Hafen erleiden deine Truppen durch den „Out of Supply“-Status extrem hohe Verluste (Attrition).
  • Söldner nutzen: Da deine eigene Bevölkerung (Pops) kostbar ist (jeder tote Soldat ist ein verlorener Steuerzahler!), solltest du für die erste Welle Söldner-Kontingente anheuern. Das schont deine heimische Arbeitskraft.

3. Nach dem Sieg: Die „Kontroll“-Falle

Herzlichen Glückwunsch, du hast Land in Afrika gewonnen! Aber jetzt beginnt die eigentliche Arbeit:

  • Fremde Kulturen & Religion: Die Bewohner in Marokko sind sunnitisch und gehören einer anderen Kulturgruppe an. Das senkt deine Kontrolle auf fast 0%.
  • Der Trick: Setze einen lokalen Gouverneur ein und gewähre der Provinz für die ersten 5 Jahre Steuerfreiheit. Das senkt das Rebellionsrisiko, während deine Verwaltung (Bürokratie) langsam Fuß fasst.

🏗️ Kolonialisierung: Der Weg zu den Azoren

Parallel zum Krieg solltest du die friedliche Expansion nicht vergessen. In EU5 funktioniert das so:

  1. Entdecker-Idee: Schalte die nationale Ambition für „Atlantische Exploration“ frei.
  2. Die Reichweite: Du kannst die Azoren oder Madeira erst besiedeln, wenn deine Handelsreichweite groß genug ist. Baue dafür ein Naval Office (Marineamt) in Lissabon.
  3. Pops verschiffen: Kolonien entstehen nicht aus dem Nichts. Du musst aktiv entscheiden, einen Teil deiner Bauern-Pops aus Portugal zu ermutigen, auszuwandern. Das kostet Gold, sorgt aber dafür, dass die Kolonie sofort produziert.

In EU5 sind Herrscher keine bloßen Porträts mehr; sie sind Teil eines lebendigen Stammbaums.

1. Die strategische Hochzeit

Suche im Diplomatie-Menü nach Kastilien. Bevor du eine Königliche Hochzeit eingehst, prüfe das Alter und die Erben des kastilischen Königs.

  • Das Ziel: Du möchtest deine Dynastie (Haus Avis) auf ihren Thron bringen.
  • Der Moment: Wenn der kastilische König ohne Erben stirbt oder ein schwacher Anspruch besteht, kannst du deinen Thronanspruch geltend machen.

2. Der Erbfolgekrieg (Succession War)

In EU5 reicht ein Klick nicht aus. Du musst oft gegen einen Rivalen (meist Frankreich oder Aragon) kämpfen, der den Thron ebenfalls will.

  • Wichtig: Deine Adels-Pops in Portugal müssen den Krieg unterstützen. Wenn der Adel gegen den Krieg ist, sinkt deine militärische Moral drastisch. Versprich ihnen Ländereien in Kastilien, um ihre Loyalität zu sichern.

Sobald du Gebiete in Marokko oder später in Kastilien hältst, hast du es mit fremden Pops zu tun. So integrierst du sie:

1. Religiöse Konvertierung (Der Klerus)

In EU5 geschieht Konvertierung nicht über Nacht durch einen „Missionar“-Knopf.

  • Aktion: Nutze den Stand des Klerus. Gib ihnen das Privileg „Religiöse Inquisition“.
  • Effekt: Dies erhöht die Konvertierungsrate in Provinzen mit niedriger Kontrolle, kostet dich aber Steuereinnahmen, da der Klerus mehr Macht beansprucht.
  • Tipp: Baue eine Kirche oder ein Kloster in Ceuta. Das erhöht den religiösen Druck vor Ort organisch.

2. Kulturelle Assimilation

Die Menschen in Marokko werden nicht einfach „portugiesisch“, nur weil du es sagst.

  • Die Strategie: Assimilation funktioniert in EU5 am besten über Handel und Verwaltung.
  • Kontrolle erhöhen: Je höher deine staatliche Kontrolle (durch Straßen und Vögte), desto schneller passen sich die wohlhabenden Bürger-Pops deiner Kultur an, um politische Vorteile zu erlangen.

📊 Zusammenfassung: Dein Reich im Jahr 1350

BereichDein StatusNächster Fokus
PopsPortugal wächst, Marokko ist unruhig.Nahrungsproduktion in Afrika steigern.
DiplomatieHochzeit mit Kastilien aktiv.Spionagenetzwerk aufbauen, um Ansprüche zu fingieren.
WirtschaftSalz- und Weinhandel floriert.Erste Karavellen für den Atlantik bauen.

In EU5 sind Handelshäuser keine abstrakten Menüs mehr, sondern echte Infrastrukturprojekte in deinen Übersee-Provinzen (wie Ceuta oder Tanger).

1. Die Gründung

Sobald du eine Provinz in einer anderen Handelsregion (Nordafrika) kontrollierst, kannst du dort ein Charter-Büro errichten.

  • Der Effekt: Das Handelshaus übernimmt die lokale Verwaltung. Das senkt zwar deine direkte Steuerkraft, erhöht aber die Handelsmacht in diesem Knotenpunkt massiv.
  • Warensteuerung: Du kannst dem Handelshaus befehlen, gezielt Elfenbein oder Gold (falls du tiefer nach Afrika vordringst) nach Lissabon zu verschiffen.

2. Die Flotte schützen

In EU5 gibt es echtes Piraterie-Risiko. Wenn wertvolle Waren fließen, kommen die Korsaren.

  • Aktion: Weise eine kleine Flotte von Karavellen der Mission „Handel schützen“ zu. Das sichert den Warenfluss und erhöht die Effektivität deines Handelshauses.

Kriege und Kolonien kosten Unmengen an Dukaten. Wenn dein Schatzmeister nervös wird, ist es Zeit für institutionelle Reformen.

1. Kredite und Zinsen

In der Frühphase (1350er Jahre) leihst du dir Gold meist von den Bürger-Pops oder dem Adel.

  • Gefahr: Diese Kredite haben oft hohe Zinsen und geben den Ständen politische Macht über dich.
  • Die Lösung: Erforsche die Technologie „Doppelte Buchführung“. Dies erlaubt es dir, die ersten staatlichen Schuldscheine auszugeben.

2. Die Zentralisierung des Kapitals

Um eine echte Nationalbank zu gründen, musst du den Stand der Burghers (Bürger) stärken.

  • Reform: Erlasse das Edikt „Münzprägung unter Krone“. Das reduziert die Inflation, die durch das Gold aus Afrika entstehen kann.
  • Stabilität: Eine Bank funktioniert nur, wenn dein Land stabil ist. Hohe Korruption oder niedrige Stabilität lassen die Zinsen steigen und dein Gold entwerten.

💡 Strategischer Tipp: Die Gold-Falle

Wenn du Provinzen mit Goldminen eroberst (z.B. im südlichen Marokko oder später in Mali), pass auf!

  • Zu viel Gold führt in EU5 zu galoppierender Inflation.
  • Gegenmaßnahme: Investiere das Gold sofort in Produktionsgebäude (Webereien, Schmieden) in Portugal. So verwandelst du flüchtiges Edelmetall in dauerhafte Wirtschaftskraft.

Die Pest verbreitet sich in EU5 entlang der Handelsrouten. Da Portugal ein Handelszentrum ist, wirst du einer der Ersten sein, die sie spüren.

1. Sofortmaßnahmen: Quarantäne vs. Profit

Sobald die Nachricht eintrifft, dass die Pest in Kastilien oder Marokko wütet, hast du zwei Optionen:

  • Häfen schließen: Das senkt deine Handelseinnahmen massiv, verlangsamt aber die Ausbreitung der Seuche in deine Provinzen.
  • Pest-Edikte: Erlasse in Lissabon das Edikt „Sanitäre Absperrung“. Das kostet Gold, rettet aber einen Prozentsatz deiner Bürger-Pops.

2. Die demografische Katastrophe

In EU5 sterben echte Pops. Wenn 30 % deiner Bauern sterben:

  • Sinkt deine Nahrungsmittelproduktion (Hungersnot-Gefahr!).
  • Sinken deine Steuereinnahmen.
  • Der Silberstreif: Da es weniger Arbeiter gibt, steigt der Wert der Arbeit. Die überlebenden Bauern fordern mehr Rechte. Wenn du ihnen nachgibst, steigt ihre Zufriedenheit und Produktivität langfristig – der Grundstein für das Ende des Feudalismus.

Während Europa im Chaos versinkt, blickt Portugal nach Westen. Um Amerika (oder „Die Westlichen Inseln“) vor allen anderen zu finden, musst du die Exploration meistern.

1. Den Entdecker rekrutieren

Du brauchst einen Admiral mit der Eigenschaft „Abenteurer“.

  • Tipp: Warte, bis die Pest in Lissabon abklingt, bevor du eine teure Expedition startest. Du brauchst gesunde Matrosen!

2. Die Logistik der Entdeckung

In EU5 kannst du nicht einfach „blind“ in den Ozean segeln.

  • Seetüchtigkeit: Deine Schiffe erleiden auf offenem Meer massiven Verschleiß.
  • Zwischenstopps: Nutze deine Kolonien auf den Azoren oder Madeira als Versorgungsstationen. Ohne diese Stützpunkte werden deine Schiffe sinken, bevor sie die Karibik erreichen.

3. Das „Terra Incognita“-Minispiel

Wenn dein Entdecker neues Land sichtet, generiert das Spiel Prestige und Wissenstransfer. Dieses Wissen kannst du an andere Nationen verkaufen – oder als Staatsgeheimnis hüten, um den Vorsprung zu halten.


🛠️ Zusammenfassung der Krise

ProblemLösung in EU5
Pest-ToteInvestiere in „Medical Guilds“ (Medizinische Gilden), um die Erholung der Pops zu beschleunigen.
GeldmangelNutze deine Nationalbank, um die Krise mit Krediten zu überbrücken.
RivalenKastilien wird durch die Pest oft stärker getroffen als das isolierte Portugal. Nutze ihre Schwäche für diplomatischen Druck!

Sobald du die ersten Küsten Südamerikas oder der Karibik entdeckt hast, wird der Wettbewerb mit Kastilien (oder anderen Seemächten) gefährlich. In Europa Universalis V ist dieser Vertrag eine mächtige diplomatische Waffe.

1. Die päpstliche Gunst

Um den Vertrag zu triggern, musst du exzellente Beziehungen zum Papst (dem Heiligen Stuhl) pflegen.

  • Aktion: Sende einen Diplomaten nach Rom. Nutze dein Gold aus Afrika, um den Petersdom mitzufinanzieren.
  • Der Effekt: Wenn du die erste Kolonie in einer Region (z. B. Brasilien) gründest, kann der Papst dir das exklusive Recht auf diese Region zusprechen.

2. Die Auswirkungen

  • Kastilien fernhalten: Andere katholische Nationen erhalten einen massiven Malus auf die Siedler-Wachstumsrate und einen diplomatischen Malus, wenn sie in „deiner“ Zone siedeln.
  • Globaler Einfluss: Dies festigt deine Stellung als „Verteidiger des Glaubens“ in der Neuen Welt.

Die Renaissance beginnt in EU5 meist in Italien (ca. 1450), aber du kannst sie aktiv nach Portugal holen.

1. Das „Wissens-Netzwerk“

Wissen verbreitet sich in EU5 über Handelszentren. Da Lissabon ein Top-Markt ist, wird die Institution dort früher oder später auftauchen.

  • Beschleunigung: Lade italienische Gelehrte und Künstler an deinen Hof ein. Dies kostet monatlich Gold, erhöht aber die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Renaissance in deinen Provinzen massiv.

2. Die Universität von Coimbra

Baue eine Universität. In EU5 ist dies ein physisches Gebäude, das deine Bürger-Pops (Burghers) und den Klerus bildet.

  • Warum: Gebildete Pops generieren mehr Innovations-Punkte. Diese brauchst du, um neue Schiffstypen (wie die Galeone) und bessere Verwaltungsmethoden freizuschalten.
BereichStatusZiel
KolonienBrasilien & KaribikAufbau von Zuckerplantagen (hoher Profit!).
TechnologieRenaissance übernommenVorsprung bei Kanonen und Navigation sichern.
DiplomatieVertrag unterzeichnetKastilien als Juniorpartner oder Verbündeten halten.

Du hast Portugal von einem kleinen Randstaat zu einem globalen Imperium geführt. Du hast die Pest überlebt, die Wirtschaft reformiert, den Thron von Kastilien beeinflusst und die Weltmeere kartografiert.

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